Hallo!

Herzlich willkommen auf dem Blog der Bucher Bogner. Viel Spaß beim Stöbern! Im rechten Bereich sind die Themengebiete zum Anklicken, und falls man etwas bestimmtes sucht, gibt es auch eine Suchfunktion. Die Posts können kommentiert werden.

Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Sonntag, 29. November 2009

Federn selber schneiden

Auf den Gedanken kam ich, als Martina besondere Federn haben wollte: Hellblau, in der Form "Düsterwald". Gibts nicht so in der Form und der Farbe zu kaufen, also wuchs in mir der Gedanke, die Teile selber zu schneiden.

Bloß wie??? Eine Federstanze wollte ich mir nicht extra kaufen, also musste es da noch was anderes geben.

Im Internet frisch und frei gesucht, und schon war eine grobe Anleitung da.
Nachdem die hellblauen Federn in ganzer Länge (bestellt bei Bogenshop Binder) geliefert wurden, ging es ans Formen schneiden.

Benötigt werden:
  • Moosgummi (aus dem Bastelshop)
  • Ein Rollmesser (ebenfalls Bastelshop)
  • Ein Cutter
  • Ein dünnes Brett (0,5cm)
  • Eine feste Unterlage
  • Kleber
Rollmesser und Cutter


Zuerst wurde die gewünschte Federform von einer Vorlage abgepaust und auf eine Schablone aus Papier übertragen.
Mit dieser Schablone wurde die Form auf das dünne Brett übertragen und mit der Stichsäge ausgeschnitten, evtl noch ein wenig nachgeschliffen.

Die aus dem Holz geschnittenen Schablonen (Parabol, Saxton Pope-Style, Düsterwald und Barracuda)

Nun wird die ausgeschnittene Holzform auf das Moosgummi geklebt. Das verhindert ein Rutschen der Feder unter der Form beim Ausschneiden mit dem Rollmesser. Wenn der Kleber getrocknet ist, wird die Form (die Formen) aus dem Moosgummi geschnitten. Und fertig ist die Federformschablone!

Saxton-Pope-Style, Parabol und Barracuda. Hier fehlt die Düsterwald-Schablone, aber die hatte ich bereits fertig. Man sieht aber ganz gut, wie diese im unteren Bildbereich bereits ausgeschnitten wurde.

Wenn nun die Federform fertig ist, legt man diese an den Kiel der Feder, drückt sie fest auf und schneidet mit dem Rollmesser die Form entlang. Der Überstand des Kiels wird mit dem Cutter entfernt, und zwar so, dass die Grannen der Feder nicht verletzt werden. Nur ein bissl Übung, und dann geht es ganz leicht!

Step by Step des Ausschneidens:

1. Die Holzschablone (Hier: Barracuda) wird mit der Moosgummiauflage nach unten auf die Feder gelegt, so dass der Kiel bündig angrenzt. Fest andrücken.



2. Überstehender Federkiel wird mit dem Cuttermesser abgeschnitten



3. Nun wird mit dem Rollmesser die Form mit der darunter legenden Feder abgefahren. Der Druck auf der Form wird nicht nachgelassen, damit die Feder nicht verrutscht.




4. Feddich!


Hier die fertigen Federn:

Parabol, Saxton-Pope-Style, Düsterwald und Barracuda

Die Vorteile liegen ziemlich klar auf der Hand:

Eine Feder in ganzer Länge gibt es in allen Farben. Aus einer ganzen Feder bekommt man gut zwei Pfeilfedern geschnitten, also ist es preislich deutlich günstiger. Und man kann seine ganz eigene Fed
erform designen, und seine Pfeile damit noch unverwechselbarer machen :-)

Und mit ein bisschen Übung geht das Herausschneiden so schnell, dass man in der Zeit, die von Bestellung bis Lieferung vergeht, genügend Federn herausgeschnitten hat. Vorausgesetzt, man hat gerade genug Federn in voller Länge zu Hause...

4 Kommentare:

Jean hat gesagt…

Eine sehr coole Anleitung, lieber Daniel.
:-)
Aber kannst du nochmal ein paar Bilder machen, wie du die Feder einlegst und schneidest?

Ich habe an einer anderen Stelle mal sowas gesehen, aber aus Alu, weil die die Schnittkante dann noch mit einem Bunsenbrenner nachgearbeitet haben. Ist die Kante bei dir ganz sauber mit den Rollmesser? Kommst du an alle Stellen gut hin?

Daniel Schölz hat gesagt…

Step-by-Step Anleitung hiermit eingepflegt :-)
Bunsenbrenner ist eigentlich nicht nötig, man kommt an alle Ecken und Kanten sauber hin.
Wie in der Anleitung beschrieben, entfernt man den überstehenden Kiel mit einem Cuttermesser.

middle-ages-archery hat gesagt…

Hallo Daniel,

Klasse Anleitung. Werde ich in meinem Urlaub mal sofort ausprobieren.

Danke
Jürgen

Anonym hat gesagt…

Dankeschön für dies tolle Anleitung!